Microsoft behebt etwa 70 Sicherheitslücken in Windows 10

Der Internet Explorer, der Adobe Flash Player und Windows selbst erhalten mit dem aktuellen Patch fast ausschließlich Sicherheitsverbesserungen. Knapp 70 Lücken werden geschlossen, einige davon wurden bereits ausgenutzt. Auch Microsofts Hololens erfährt ein Update.

Cookie-Banner: Jeder zweite Internetnutzer fühlt sich gestört

Aufpoppende Hinweise informieren über die Verwendung von Cookies auf Webseiten. Das stört die Mehrheit der Internetnutzer, sagt eine Umfrage der Bitkom.

Von Oliver Bünte - heise.de

Rund 55 Prozent der Internetnutzer stören sich an Cookie-Bannern, die auf Webseiten auf den Umgang mit Cookies hinweisen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Demnach können 44 Prozent der Befragten nicht verstehen, warum die Hinweise zur Verwendung von Cookies eingeblendet werden müssen. 

Susanne Dehmel, Mitglied der Geschäftsleitung der Bitkom befürchtet, dass sich die Lage noch verschlechtern könnte und verweist auf die von der EU geplante ePrivacy-Verordnung (EPVO). Die Verordnung sieht vor, dass Cookies auf kommerziellen Internetauftritten abgelehnt werden können, ohne dass die Nutzbarkeit der Webseite dadurch maßgeblich beeinträchtigt wird. Dadurch könnten die Hinweise künftig noch deutlich umfangreicher und damit störender ausfallen, als es bisher der Fall ist – sofern die Privacy-Einstellungen nicht sowieso in den Browser ausgelagert werden

Der Umfrage zufolge beachten 39 Prozent der Internetnutzer die Cookie-Banner ohnehin nicht. 18 Prozent wollen sie noch nie wahrgenommen haben. Für etwas mehr als ein Drittel, etwa 39 Prozent der Internetnutzer, seien die Cookie-Hinweise dagegen ein wichtiges Instrument, um sich darüber zu informieren, wie Cookies auf einer Webseite eingesetzt werden.

Keine Macht den Cookies

"Cookies können einen Mehrwert sowohl für Internetnutzer als auch für Webseitenbetreiber haben", sagt Dehmel. Sie weist darauf hin, dass Cookies nicht nur für den Betreiber wichtig zur Webseitenanalyse sind, sondern auch dem Nutzer Vorteile bringen können, etwa beim Speichern von Warenkorb-Informationen oder Spracheinstellungen. 

Der überwiegende Teil der Internetnutzer sieht das aber den Umfrageergebnissen zufolge nicht so: Rund 54 Prozent löschen Cookies in ihren Browser-Einstellungen, sicherlich auch, um damit etwaigem Werbe-Tracking zu entgehen.

Für die repräsentative Umfrage hat Bitkom Research 1009 Internetnutzer befragt.(olb

DE-CIX verklagt BND wegen ungesetzlicher Überwachung

Betreiber des weltgrößten Internetknotens wirft BND Rechtsbruch vor

In Frankfurt am Main befindet sich einer der größten Internet-Knoten der Welt. Er spielte beim geheimen Datenaustausch zwischen BND und NSA eine wichtige Rolle.

Der "Komplize" will nicht mehr: Seit Jahren zapft der Geheimdienst Daten vom De-Cix in Frankfurt ab. Nun will der Betreiber die Verbindung kappen - und zieht vor Gericht.

Quelle: Süddeutsche Zeitung - Georg Mascolo und Ronen Steinke, Berlin

Foto: Boris Roessler/dpia)

 

Apple gewinnt siebenjährigen Patentstreit mit Samsung

Ein Gericht in Kalifornien hat den südkoreanischen Konzern zu Schadenersatz in Höhe von 539 Millionen US-Dollar verurteilt. Schon vor Jahren hatten US-Gerichte entschieden, dass Samsung Funktionen des iPhone illegal kopiert hatte, etwa das Zoomen mit zwei Fingern. Über die Höhe der Entschädigung zogen die beiden Unternehmen aber bis vor das höchste US-Gericht. Apple forderte mehr als eine Milliarde Dollar, Samsung wollte den Betrag auf unter 30 Millionen Dollar verringern.

 

Quelle: LinkedIN / Handelsblatt

BMW plant Abo-Gebühr für CarPlay

Nachdem namhafte Software-Hersteller vor einiger Zeit dazu übergegangen sind, neben oder immer häufiger auch anstatt des Lizenzverkaufes monatliche oder jährliche Gebühren für die Nutzung ihrer Produkte zu erheben, plant BMW nun, ein einzelnes (Hardware-)Ausstattungsmerkmal ausschließlich gegen Jahresgebühr anzubieten: Apple Carplay. Während andere Auto-Hersteller das Feature, das die wesentlichen - (während der Fahrt vermeintlich sicheren) Anwendungen des iPhones auf den Fahrzeug-Touchscreen holt, entweder kostenfrei oder gegen einen einmaligen Aufpreis anbieten, will BMW künftig ab dem zweiten Jahr 80 $ (in den USA) oder 110 € hierzulande als Jahresnutzungsgebühr einführen. Dabei haben die Autohersteller außer der Entwicklung der Hardware-Anpassung keine weiteren Kosten, wie z. B.  Lizenz-Gebühren an Apple. 

 

Böse Zungen behaupten, dass dieses Geschäftsmodell bei BMW gar nicht so neu sei: Die Nutzung des Blinkers sei schon lange ein kostenpflichtiges  Abo-Lizenzprodukt. 

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